Aktuell

  • Diakoniekonzept

    Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts

    Diese Worte findet man im Geleit zum Diakoniekonzept der evangelisch-reformierten Landeskirche beider Appenzell. Kirchenratspräsident Koni Bruderer zitiert mit diesem Kernsatz den katholischen Bischof Jacques Gaillot.

    "Durch den Staub", so lautet die wörtliche Übersetzung von "Diakonie". Wenn man die Diakonie also beim Wort nimmt, so bezeichnet sie ein handeln, bei dem man sich die Hände staubig machen kann. Bei den Griechen in der Antike, von denen wir das Wort entlehnt haben, bedeutete "Diakonie" den Dienst des Aufwartens bei Tisch und sie galt als etwas Minderwertiges.

    Daran hat sich in unserer Welt der Postmoderne nicht viel geändert: Die Meisten von uns sind doch auch lieber bei den Gästen als beim Servierpersonal zu finden, lassen sich lieber bedienen, als selber Bedienen zu müssen. Der Mensch im Allgemeinen sieht sich halt lieber "auf der sonnigen Seite der Strasse" als im staubigen Schatten.

    So gesehen gibt es nichts Unzeitgemässeres als die Diakonie. Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite hat das diakonische Handeln in der Welt der Bibel einen hervorragenden Stellenwert. Jesus sagt von sich selber, dass er gekommen ist, um zu dienen - und nicht, um sich bedienen zu lassen! Durch ihn wird die Diakonie zu einem Zeichen der Zuwendung Gottes zu den Menschen.

    Was diese Haltung von Jesus Christus für seine Nachfolgerinnen und Nachfolger in den christlichen Kirchen bedeutet, fasst der katholische Bischof Jacques Gaillot so zusammen: "Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts."

    Im Appenzellerland leben wir vielerorts noch in überschaubaren Verhältnissen. Wir kennen einander. Wenn eine Person Hilfe nötig hat, kann sie auf Nachbarinnen und Nachbarn zählen. Aber auch bei uns nimmt die Tendenz zur Anonymisierung und Privatisierung des Lebens zu.

    Wenn aber immer mehr Menschen sich bloss noch um sich selber kümmern, werden auch immer mehr Menschen niemanden mehr haben, der sich ihnen zuwendet.

    Hier hat das diakonischen Handeln als Zeichen der Zuwendung Gottes zu den Menschen seinen Platz und seine Aufgabe: Als Christinnen und Christen können wir mithelfen, dass Menschen in unseren Gemeinden vor Vereinsamung und Ausgrenzung bewahrt werden. Als Kirchgemeinden können wir dazu beitragen, dass Menschen sich in unserer Gemeinschaft aufgenommen wissen.

    So gesehen gibt es nichts Zeitgemässeres als die Diakonie.

    Wünschen wir dem Diakoniekonzept unserer Landeskirche, dass es in möglichst viele Hände kommt, die bereit sind, sich im Dienst an den Mitmenschen staubig zu machen.

    Pfarrer Koni Bruderer
    Kirchenratspräsident

    Weiterlesen...
  • Neues von der Beratungsstelle

     

    Neues von der Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen

     

     

     

     

    Die Beratungsstelle zieht um. Den Standort an der Gossauerstrasse 61 A werden wir per Ende März 2018 aufgeben.

     

    Wir freuen uns, Ratsuchende ab dem 7. Mai 2018 an der Kasernenstrasse 15 in Herisau willkommen zu heissen.

     

    Gleichzeitig informieren wir Sie über den personellen Wechsel bei der Beratungsstelle. Dr. Madeleine Eberle Egli, lic. phil. Psychologin, wurde im Sommer 2017 pensioniert und wird Ende dieses Monats in den Ruhestand treten. Für die langjährige Treue danken wir Frau Eberle herzlich und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.

     

     

    Ihre Nachfolge wird Brigitte Lachelier, dipl. Psychologin FH, antreten. Sie wird ihre Beratungstätigkeit in der Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen am 7. Mai 2018 aufnehmen. Wir heissen Frau Lachelier herzlich willkommen und wünschen ihr Anfang Mai einen guten Start.

     

     

    Im April und anfangs Mai 2018 wird Frau Lachelier Anrufe und E-Mails beantworten und Ratsuchenden in Notfällen Kontakte vermitteln.

     

    Vollständige Angaben zum neuen Kontakt:

     

    Brigitte Lachelier, dipl. Psychologin FH, Kasernenstrasse 15, 9100 Herisau, T 071 352 33 05, M 078 644 63 77, beratungsstelle@ref-arai.ch

     

     

     

     

     

    Weiterlesen...
  • MAGNET Online

    Zusätzlich zu unserem Kirchenblatt MAGNET erhalten Sie auf der Website magnet.jetzt täglich aktuelle Informationen zu den Themen Kirche, Leben & Glauben, Spiritualität, Gesellschaft, Kultur, Politik, Wirtschaft und Religionen.

    Weiterlesen...