Eröffnung Vernehmlassung Kirchenverfassung

  • Eröffnung Vernehmlassung Entwurf Kirchenverfassung
    Der Kirchenrat hat die Vernehmlassung zum Entwurf der Kirchenverfassung am 11.3.2021 eröffnet. Bis zum 4. Juni 2021 können Interessierte zum Verfassungsentwurf Stellung nehmen. Für Ihre Eingaben können Sie dieses Formular nutzen.

     

    Wesentliche Änderungen
    Der Verfassungsentwurf ist mit seinen 48 Artikeln schlanker als die geltende Verfassung mit ihren 54. Den Weg nicht mehr in den Verfassungsentwurf gefunden haben die «Dienstrechtlichen Bestimmungen» (Art. 28 bis 36) und im VI. Teil Bestimmungen zu den Kirchgemeinden wie z.B. das Verfahren an Kirchgemeindeversammlungen oder die Zuständigkeit der Stimmberechtigten. Diese werden künftig auf Stufe Reglement verankert.

     

    Hingegen hat der Verfassungsentwurf die besondere Stellung der Kirchgemeinde Appenzell aufgenommen. Die geltende Verfassung der evangelisch-reformierten Landeskirche beider Appenzell vom 26. November 2000 und die Verfassung für den Eidgenössischen Stand Appenzell Innerrhoden vom 24. Wintermonat 1872 widersprechen sich in wichtigen Punkten, insbesondere beim Stimm- und Wahlrechtsalter sowie bei der Rechtsmittelinstanz. Der Verfassungsentwurf enthält deshalb an verschiedenen Stellen den Zusatz, dass für die Kirchgemeinden auf dem Gebiet des Kantons Appenzell Innerrhoden die abweichenden Bestimmungen des staatlichen Rechts vorbehalten bleiben.

    Eine Neuerung besteht darin, dass der Verfassungsentwurf die Kirchgemeindenamen nicht mehr aufführt. Die Namen werden künftig im Reglement genannt. Das bedeutet, dass eine Bestandesänderung keine Volksabstimmung mehr erfordert, wie dies mit der geltenden Verfassung der Fall wäre. Das ist hinsichtlich des zurzeit laufenden Fusionsprozesses der Kirchgemeinden Herisau, Waldstatt, Schönengrund und Schwellbrunn von grosser Bedeutung.

    Weiter sieht der Verfassungsentwurf keine freie Kirchgemeindewahl mehr vor. 

    Der Synode (Kirchenparlament) und dem Kirchenrat räumt der Entwurf weiterführende Kompetenzen zu, Kirchgemeinden zur Zusammenarbeit zu verpflichten, wenn sie wesentliche Aufgaben über eine längere Zeit nicht mehr erfüllen können.

    Sämtliche Erläuterungen zu den Änderungen finden Sie in der Synopse und im erläuternden Bericht.

     

    Virtuelle Informationsveranstaltungen

    Am Dienstag, 23. und am Freitag, 26. März jeweils um 19h bietet der Kirchenrat virtuelle Informationsveranstaltungen an und er steht Ihnen für die Beantwortung Ihrer Fragen zur Verfügung. Ihre Anmeldung nehmen wir bis Montag, 22. bzw. Donnerstag, 25. März per Mail entgegen, jacqueline.bruderer@ref-arai.ch. Sie erhalten darauf den Link für die Teilnahme am Zoom-Meeting.